Wir können auch anders
„Neuland denken“ eine Film- und Diskussionsreihe zum Strukturwandel in Niedersachsen.
In Niedersachsen hatten die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur und 20 soziokulturelle Zentren und Vereine den Film zum Anlass genommen, den Strukturwandel in Niedersachsen zu diskutieren. „Neuland denken“ hieß die Veranstaltungsreihe, die im April und Mai 2009 gefördert duch die Stiftung Niedersachsen und das Ministerium für Wissenschaft und Kultur stattfand. Als quer denkende Netzwerker, mit kreativen Ideen und regionalen Netzwerken, sind soziokulturelle Zentren und Vereine prädestiniert, kulturelle Impulse zum Strukturwandel zu geben. Sie sind Schaltstelle zwischen Kunst und Dorf- oder Stadtstruktur, schaffen Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Kulturen und „Neuland“ bietet eine hervorragende Grundlage für die Diskussion vor Ort. Kulturschaffende, Politik, Verwaltung aber auch Städte- und Regionalplaner haben im Anschluss an den Film intensiv über die örtliche Situation diskutiert.
„Südniedersachsen ist bereits eine abgehängte Region“ (Deister- u. Weserzeitung), „Expedition in die postindustrielle Brache“ (Wilhelmshavener Zeitung), „Neuland denken erfordert Mut zum Querdenken“ (Grafschafter Nachrichten), „Auf der Suche nach neuen Wegen“ (Göttinger Tageblatt) und „Helden des Alltags und der Mut des Aufbruchs“ (Neue Deister Zeitung), so titelten die meisten der Zeitungen, der Orte, in denen der Film Neuland gezeigt wurde.
Demografischer Wandel, schrumpfende Strukturen, Wirtschaft in der Krise – das sind die Themen des Films "Neuland". Lauinger und Kunle untersuchen mit ihrem Film die Situation der ländlichen Räume in den Neuen Bundesländern. Sie wollen mit ihrem Film „die zivilgesellschaftliche Diskussion vor Ort vorantreiben“ und den Blick vor allem auf die kleineren Akteure lenken, die von der Förderung nicht profitierten, während bei größeren Projekten schon häufiger „Millionenbeträge in den märkischen Sand gesetzt“ worden seien. Zeigt der erste Teil des Films Rückbau, leere Landschaften und Fehlinvestitionen in Millionenhöhe, kommen im zweiten Teil die Menschen zu Wort, die sich aufmachen, um Neuland zu denken. Es geht um Ideen zur Selbsthilfe, Impulse und Querdenken – es geht darum, Neues zu schaffen.

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